Wehrbeauftragte & Veteranen

Veteranen

Veteranin oder Veteran der Bundeswehr ist nach dem Tagesbefehl vom 23. November 2018 der damaligen Verteidigungsministerin, wer als Soldatin oder Soldat der Bundeswehr im aktiven Dienst steht oder aus diesem Dienstverhältnis ehrenhaft ausgeschieden ist, also den Dienstgrad nicht verloren hat. Sie alle haben einen Anspruch auf das Veteranenabzeichen. Im Berichtsjahr sind 25.413 Anträge auf ein Veteranenabzeichen beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr eingegangen, davon sind bereits 25.189 Abzeichen ausgehändigt worden. Insgesamt sind damit bisher rund 62.000 Veteranenabzeichen verteilt worden.

Am 18. November 2019 hat der Stellvertreter des Generalinspekteurs und Beauftragter für Reservisten- und Veteranenangelegenheiten den Leitfaden für die Ausgestaltung der Veteranenarbeit der Bundeswehr in Kraft gesetzt. Der Leitfaden hat das Ziel, insbesondere die Anerkennung und Würdigung der Leistungen von Veteraninnen und Veteranen zu verbessern. Gesellschaftliche Wertschätzung soll einhergehen mit Betreuung und Fürsorge durch die Bundeswehr. Auf Workshops im November 2019 und Januar 2020 erarbeitete das Verteidi- gungsministerium unter Beteiligung der in der Veteranenarbeit engagierten Verbände und Organisationen eine Reihe von Vorhaben. Im Einzelnen sind das der Vorschlag für eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post zum Veteranenthema, die Nutzung der Betreuungsbüros der Bundeswehr als Ansprechstelle auch für ehemalige Angehörige der Bundeswehr und die Initiierung eines Songprojektes. Aber auch bereits bestehende Initiativen, Veranstaltungen und Konzepte, wie etwa der jährlich stattfindende Marsch des Gedenkens, die Invictus Games 2021 und 2023 in Den Haag und Düsseldorf, das Unternehmen Gelbe Schleife und der Tag der Bundeswehr als Präsentationsmöglichkeit, sollen weiterhin und gegebenenfalls stärker unterstützt werden. Zur Verbesserung und besseren Sichtbarkeit der Fürsorge für Veteranen und Einsatzgeschädigte will die Bundeswehr ein in der Öffentlichkeit sichtbares Veteranenbüro und ein Veteranenheim mit der Möglichkeit zur temporären Unterbringung von Bedürftigen einrichten. Außerdem ist geplant, dem Stellvertretenden Generalinspekteur einen „Veteranengeneral“ für das Tagesgeschäft zur Seite zu stellen. Diese Vorhaben sind zu begrüßen.